Misa Buenos Aires – Misa Tango

Samstag, 02.06.2018 um 20:00 Uhr in der Evangelisch-reformierte Kirche in Rapperswil.

Vokalensemble Dilettanti
Misa Buenos Aires – MisaTango
von Martin Palmeri

Freitag, 01.06.2018 20:00 Uhr Evangelisch-reformierte Kirche Wald
Samstag, 02.06.2018 20:00 Uhr Evangelisch-reformierte Kirche Rapperswil
Sonntag, 03.06.2018 17:00 Uhr Katholische Kirche Hombrechtikon

Eintritt

Kinder/Jugendliche bis 16 in Begleitung einer erwachsenen Person gratis
Erwachsene: Fr. 35.–
Studenten, Schüler und Lehrlinge ab 16 (gegen Ausweis): Fr. 25.–
Details zum Vorverkauf

Bandoneon – Tango – Misa a Buenos Aires – Misa Tango

Begriffe, die wohl in erster Linie zur Kategorie „Kenn‘ ich nicht“ gehören. Doch gepaart mit den eher fassbaren Namen offeriert das Vokalensemble Dilettanti, unter der Leitung von Max Aeberli, einmal mehr ein spannendes Projekt, eine faszinierende Musik, einen Leckerbissen für ganz verschieden interessierte Kulturmenschen.

Da gibt es ein Wiederhören (und …sehen) mit der in Kaltbrunn gross gewordenen, inzwischen in der ganzen Schweiz sehr gefragten Altistin Barbara Erni. Das Bandoneon – das Tangoinstrument schlechthin – zelebriert Helena Rüegg mit einer Leidenschaft, die das Publikum schon vor dem ersten Ton ergreift. In gleicher Weise lässt Claudia Dischl die Tasten tanzen und hinter der Sinfonietta Vorarlberg versteckt sich ganz einfach das Streicherensemble, bei dem nicht nur der Name aufhorchen lässt. Die Musik entlockt unseren argentinischen Tangotänzern leidenschaftliche Höchstleistungen und Graziella Rossi setzt mit ihren einmaligen sprachlichen Fähigkeiten, mit ihrer Erzählkunst ruhende und nachdenklich stimmende Gedankenstriche!

Melancholie und Dramatik – Stille und Sturm – Demut und Hilfeschrei –
Wehmut und Freude – diese und noch viele weitere Attribute prägen, durch-
dringen die Melodien, die Rhythmen, die Harmonien, das Arrangement!

Ein Genuss für das Ohr, eine Weide für das Auge, Balsam für die Seele, Elexier für das Herz.

Herzlich willkommen!

 

Barbara Erni, Alt
Helena Rüegg, Bandoneon
Claudia Dischl, Klavier
Graziella Rossi, Sprachkunst (in Wald und in Hombrechtikon)

Sinfonietta Vorarlberg

Vokalensemble Dilettanti

Max Aeberli Leitung

Das Werk

Die Misa a Buenos Aires, auch als Misatango oder Misa Tango bekannt, ist eine Messvertonung des argentinischen Komponisten Martín Palmeri (* 1965) im Stil des Tango Nuevo. Das Werk wurde zwischen September 1995 und April 1996 komponiert und am 17. August 1996 im Teatro BroadwayBuenos Aires, durch das Orquesta Sinfónica nacional de Cuba unter der Leitung von Fernando Álvarez uraufgeführt.

Mezzosopran, gemischter Chor (SATB), Bandoneon (Akkordeon), Klavier, Streichorchester – das ist die Besetzung!

Den Text der Messe bildet das traditionelle Messordinarium in lateinischer Sprache:

  • Kyrie
  • Gloria
  • Credo
  • Sanctus
  • Benedictus
  • Agnus Dei

 

In dem Werk verbindet der Komponist nach seinen eigenen Worten seine wichtigsten musikalischen Erfahrungen als Chorleiter und Tango-Arrangeur und -Interpret und verbindet Stilelemente verschiedener Kulturkreise: melodisch und rhythmisch ist das Werk dem Tango Nuevo und dem Vorbild Astor Piazzollas verpflichtet, bedient sich aber gleichzeitig in vielerlei Hinsicht an der Formensprache der kirchenmusikalischen Tradition.

Palmeri übernahm den Klavierpart seiner Misa a Buenos Aires in Deutschland, Argentinien, Österreich, Belgien, Brasilien, Chile, Ecuador, Slowakei, Spanien, Holland, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Russland, der Schweiz und den USA selbst. Diese Komposition wurde beim Festival Europa Cantat 2009 in Utrecht, Niederlande im Rahmen eines Ateliers von Dirigenten, Solisten und Orchestern interpretiert. Martín Palmeri brachte gemeinsam mit dem Kölner Domchor und Mitgliedern des Gürzenich-Orchesters Köln, unter der Leitung von Eberhard Metternich, die Misatango im Oktober 2013 in einem Konzert zu Ehren von Papst Franziskus, das von der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra organisiert wurde, in Rom in der Basilika Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio zu Gehör.

Am 18. Januar 2015 wurde das Werk bei einer Großaufführung mit einem international besetzten Chor in der Carnegie HallNew York City, aufgeführt.[6][7] Aus Anlass des 20. Jahrestags der Uraufführung wurde dieses Event am 17. April 2016 unter der Leitung des Komponisten am selben Ort wiederholt.

Der Komponist

Martín Palmeri (* 19. Juli 1965 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Komponist und Dirigent.

Seine Vorfahren stammen aus Italien und Dänemark. Er studierte in Argentinien und Italien Komposition bei Daniel Montes, Marcelo Chevalier, Rodolfo MederosVirtú Maragno und Edgar Grana (New York), Chorleitung bei Antonio Russo und Nestor Zadoff, Dirigieren bei Mario Benzecry, Gesang bei Amalia Estévez und José Crea und Klavier bei Eduardo Páez und Orlando Tripodi.

Er ist Komponist von Vokal- und Instrumentalwerken, von denen viele von Form und Harmonik des Tango Nuevo inspiriert sind, darunter Opern, Oratorien, Chor- und Orchesterkompositionen. Palmeri übernahm den Klavierpart seines bekanntesten Werkes Misa a Buenos Aires (Misatango) bei Aufführungen in Argentinien, Belgien, Brasilien, Chile, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Frankreich, Holland, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Österreich, Polen, der Slowakei, Spanien, der Schweiz, der Türkei und den USA. Die Komposition wurde beim Festival Europa Cantat 2009 in Utrecht, Niederlande im Rahmen eines Ateliers von Dirigenten, Solisten und Orchestern interpretiert. Martín Palmeri brachte gemeinsam mit dem Kölner Domchor und Roma Sinfonietta die Misatango im Oktober 2013 in einem Konzert zu Ehren von Papst Franziskus, das von der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra organisiert wurde, in Rom in der Basilika Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio zu Gehör.

Palmeri erhielt den ersten Preis für ein Chor-Arrangement vom argentinischen Chorverband AAMCANT im Jahr 2011. Die Universität von Rosario zeichnete ihn 2010 mit dem ersten Preis für „National Choral Arrangements“ aus. Im Jahr 2003 verlieh ihm der nationale Kunstfonds den ersten Preis in dem Genre „Sinfonisches Werk“ beim Kompositionswettbewerb Juan Carlos Paz für sein Concierto de Danzas für Cello und Orchester.

Mehrere CDs mit Palmeris Kompositionen sind in Italien, Lettland, Deutschland und Argentinien erschienen.

Palmeri lebt in Paraná in der Provinz Entre Ríos.


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